Apfelwähe

Apfelwähe oder Öpfuchueche, wie wir im Berndeutsch sagen, ist ein Lieblingsgericht aus meiner Kindheit. Ich hatte als Kind, laut meiner Mutter, die etwas hamsterartige Angewohnheit über längere Zeit eher sparsam zu essen und mein Hunger aufzusparen für Dinge, die mir extrem gut geschmeckt haben. Etwas, das mir extrem gut geschmeckt hat, war Apfelwähe. Bereits im Vorraum unseres Wohnhauses, in welchem ich nach der Schule mein Velo (Fahrrad) deponierte, vernahm ich bereits den Geruch von Apfelwähe – ruck zuck sass ich dann am Tisch und war bereit mit dem Essen zu beginnen. Ich hatte das grosse Glück, dass meine Mutter bestimmt einmal pro Woche Wähe gebacken hat und es bei uns  zudem üblich war, dass wir diese süssen Wähen ohne vorausgehende Suppe verspeisen durften – herrlich.

Meine Mutter hat für die Zubereitung jeweils saisonale Früchte verwendet, die oftmals aus dem eigenen Garten stammten. Für den Guss mischte sie Eier, Joghurt, Milch und etwas Zucker. Die Zubereitung des Gusses mit Joghurt, statt mit Rahm habe ich von ihr gelernt und für meine Wähen übernommen. Ausserdem bereite ich oftmals den Kuchenteig aus Vollkornmehl selber zu und verwende für den Guss anstatt Zucker, Birnel. Ich mag es, wenn die Wähe nicht all zu süss schmeckt.

Die Apfelwähe kann als Hauptmahlzeit gegessen werden oder auch als Dessert oder Zvieri. Unten zeige ich euch, wie mein Rezept aussieht.

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Ach ja, weitere Lieblingsgerichte in meiner Kindheit waren Griessköpfli, Dampfnudeln, Fotzelschnitten, Öpfurösti… einige Rezepte werden es bestimmt zu einem späteren Zeitpunkt in diesen Blog schaffen. Hier nun erstmals mein Rezept für Apfelwähe:

 

Apfelwähe Rezept (4-8 Personen)

Zutaten

150g Dinkelmehl
100g Roggenmehl
120g Butter
1KL Salz
5-6 EL Wasser
 
4-6 Äpfel
1EL brauner Zucker
300g Nature Joghurt
2 EL Birnel
3 Eier
1dl Milch
1 KL Zimt
½ Zitrone, abgeriebene Schale und etwas Saft
 

Zubereitung

Mehl, Salz und Butter in einer Schüssel mit den Händen rasch miteinander feinreiben. Wasser dazugeben und die Masse zu einem Ballen formen. Zugedeckt an einem kühlen Ort 20 Minuten ruhen lassen.

Teig auswallen und auf ein Kuchenblech legen (30Ø). Äpfel waschen, in Schnitze schneiden und ziegelartig, dicht auf den Teigboden legen. Mit braunem Zucker bestreuen. Für 15 Minuten in der Mitte des Backofens bei 200°C backen. Während dieser Zeit, den Guss zubereiten. Dazu Joghurt, Milch, Eier, Birnel, Zimt, Zitronenschale und –saft zusammen verklopfen.

Nach 15 Minuten Backzeit, den Guss über die Wähe giessen. Nochmals 10-15 Minuten backen. Wähe nach dem Backen sofort aus dem Blech nehmen und zum Auskühlen auf ein Kuchengitter geben.

Eventuell mit Nidle (Schlagrahm) servieren.

Anrichten und geniessen!

Bis bald, eure Kuisine

 

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